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1.
Fahrstuhlübung |
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Ausgangsposition: Seitlage,
die obere Hand liegt auf dem Kreuzbein mit dem Mittelfinger auf
der Steißbeinspitze; nach dem Erlernen der Übung auch
im Sitzen oder Stehen.
Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihren Darm nach innen oben in Richtung
Nabel ziehen (als ob er etwas einsaugen will). Der Fahrstuhl (Beckenboden)
fährt nach oben: ca. 20 Sekunden Anspannung, bis der Beckenboden
oben angekommen ist, dann ganz langsam wieder entspannen (20 s) bis
der Beckenboden wieder unten ankommt. |
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Wirkung:
Wenn
Sie diese Übung das erste mal machen, halten Sie mit der anderen
Hand die Nase zu. Der Druck des Ansaugens überträgt sich
vom Beckenboden über das Zwerchfell bis zur Nase oder bis zum
Ohr. Es kann sogar zu einem Knacken im Ohr kommen.
Nachdem
diese Übung im Liegen behherrscht wird, kann sie auch im Sitzen
oder Stehen durchgeführt werden. Das Zuhalten der Nase kann
später weggelassen werden.
Der
Beckenboden ist motorisch geschaltet, dass er beim Ausatmen angespannt
und beim Einatmen entspannt wird. Lassen Sie den "Fahrstuhl"
deshalb während der Ausatmung immer ein paar "Etagen"
höher fahren und während der Einatmung "anhalten". |
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Abb. Fahrstuhlübung im Liegen
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2.
Atemübung I |
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Ausgangsposition:
Aufrechter Stand, Sitz oder auch im Liegen, die Hände
liegen beidseits auf dem Rippenbogen.
Einatmen bis zur Mittelstellung ("Lunge halb
voll"). Dann die Nase zuhalten. Pressen Sie nun in die Ausatemrichtung
ohne Ausatemmöglichkeit, da die Nase zu ist, und konzentioreren
Sie sich dabei auf das Zwerchfell. Das Zwerchfell wird nach unten
gedrückt. Die Nase freigeben und langsam ausatmen. |
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Wirkung:
Die
Bauchmuskeln bilden Gegenspieler des Zwerchfells und die maximale
Anspannung, insbesondere der schrägen tiefen Bauchmuskeln führt
zusätzlich zu einer Entspannung des Zwerchfells.
Entspannung
des Zwerchfells.
Spürbare
Verlängerungder Ausatmung.
Entspannung
von Rückenstreckern und Hüftbeugern. Auflösung eines
Hohl-kreuzes (der Rücken liegt nach der Übung flach auf).
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Abb. Atemübung im Liegen
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3.
Atemübung II |
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Ausgangsposition: Wie
bei "Atemübung I".
Durch die Nase tief einatmen und so lange wie möglich
durch den Mund ausatmen. Während der Ausatmung versuchen, den
Buchstaben "P" so oft wie möglich zu sprechen.
Variante: Der Buchstabe "P" kann
durch den Buchstaben "T", "K" oder "Sch"
ersetzt werden. Die Übung ist auch im Stehen oder Sitzen durchführbar.
Beachten Sie die aufrechte Haltung! |
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Wirkung:
Entspannung
des Zwerchfells.
Spürbare
Verlängerungder Ausatmung.
Entspannung
von Rückenstreckern und Hüftbeugern. Auflösung eines
Hohl-kreuzes (der Rücken liegt nach der Übung flach auf).
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Abb. Atemübung im Sitzen
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4.
Reflektorische Entspannung der Rückenstrecker (Partnerübung) |
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Ausgangsposition:
Seitlage auf Matte oder Liege, Partner steht oder kniet schräg
dahinter.
Der Übungspartner legt seine Hände an den
Beckenkamm des Übenden und zieht leicht nach hinten. Der Übende
spannt dagegen und lässt sich nicht nach hinten ziehen. Wenige
Sekunden halten, dann die Spannung lösen. Nach wenigen Sekunden
wiederholen.
Wichtig ist ein unrhytmisches Üben (z.B. Spannen, spannen,
Lösen, Spannen, Lösen, Spannen, Lössen, lösen,
Lösen, Spannen usw.). |
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Wirkung:
Entspannung
der Rückenstrecker.
Nach
der Übung liegt die Lendenwirbelsäule in Rückenlage
flach auf der Unterlage auf, keine Hohlkreuzstellung mehr. |
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Abb. Reflektorische Entspannung
der Rückenstrecker
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5.
Flankendehnung (Wärmflaschenübung) |
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Ausgangsposition:
Seitlage, untere Hand unter dem Kopf, obere Hand liegt vor dem
Körper, Beine leicht angewinkelt. Die untere Flanke wird durch
eine Rolle unterlagert (z.B. aus Handtüchern).
Legen Sie auf die obere Flanke eine gefüllte
Wärmflasche und atmen Sie 5 min lang ein und aus, so dass sich
die Wärmflasche mehrere Zentimenter hebt und senkt. Anschließend
auf die andere Seite legen.
Variante: Bei Streckung des oberen Beins und Arms wird die
Flankendehnung verstärkt. |
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Wirkung:
Entspannung
des Flankenmuskels.
Entspannung
von Zwerchfell sowie (reflektorisch) von Hüftbeugern und Rückenstreckern.
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Abb. Flankendehnung

Abb. Flankendehnung (Variante)
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6.
Päckchenstellung |
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Ausgangsposition: Kniestand.
Legen Sie sich aus dem Kniestand nach vorn auf Ihre
Oberschenkel, bis Sie den Kopf auf dem Boden ablegen können.
Die Arme liegen entspannt neben dem Körper. Bleiben Sie in
dieser Position so lange, wie Sie Ihnen angenehm ist. |
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Wirkung:
Ganzkörperentspannung
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Abb. Päckchenstellung
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7.
Schaukelstellung |
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Ausgangsposition: Rückenlage,
Kopf eventuell mit Kissen unterlagern.
Ziehen Sie die Beine bis zum Bauch an und umfassen
Sie mit den Armen ihre Knie. Lassen Sie sich langsam von rechts
nach links rollen und zurück, solange es Ihnen angenehm ist. |
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Wirkung:
Ganzkörperentspannung
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Abb. Schaukelstellung
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8.
Entspannung der Hüftbeuger |
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Ausgangsposition: Rückenlage,
Kopf eventuell mit Kissen unterlagern.
Ziehen Sie die Beine bis zum Bauch an und umfassen
Sie mit den Armen ihre Knie. Lassen Sie sich langsam von rechts
nach links rollen und zurück, solange es Ihnen angenehm ist. |
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Wirkung:
Ganzkörperentspannung
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Abb. Entspannung der Hüftbeuger
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9.
Entspannung der Kniestrecker |
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Ausgangsposition: Aufrechter
Stand; das Knie wird angebeugt, die Hüfte gestreckt; die Hand
fasst den Fuß am Knöchel; die andere Hand stützt
am Wand oder Stuhl.
Drücken Sie den Fuß um die Hand (Stellen
Sie sich vor, Sie wollen das Knie strecken) 10 Sek. halten - Spannung
lösen und mit der Hand die Ferse weiter Richtung Gesäß
ziehen.
Beachte: Beide Knie bleiben neben-einander,
keine Hüftbeugung, kein Hohlkreuz. |
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Wirkung:
Entspannung
der Kniestrecker
Ziehen
an d. Oberschenkelvorderseite
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Abb. Entspannung der Kniestrecker
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9.
Entspannung der Kniebeuger |
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Ausgangsposition: Aufrechter
Stand; das zu dehnende Bein stützt den Körper mit der
Ferse auf einem Stuhl (Treppenstufe oder Ähnliches), beide
Knie sind gestreckt. Die Hände stützen auf dem Becken-kamm
(das Becken zeigt gerade nach vorn) oder auf dem Oberschenkel, der
Rücken bleibt gerade.
Drücken Sie die Fersen nach unten in den Stuhl (Abb. 1)
- 10 Sek. halten - Spannung lösen, Oberkörper nach vorn
neigen, Stirn in Richtung Knie (Abb. 2), Knie getreckt lassen. |
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Wirkung:
Entspannung
der Kniebeuger und der Wadenmuskulatur
Ziehen
an der Oberschenkel- und Unterschenkelrückseite
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Abb. 1 Abb.
2
Entspannung der Kniebeuger
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